Good afternoon, the academic culture of “if you’re not overworking, you don’t deserve success” is unhealthy.
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sometimes i come onto tumblr just to scroll through my own blog… my vanity does not cease here in the pixel world of digital attention seeking
daydreaming is often a coping mechanism for people who are often lonely or don’t receive a good amount of love in their life, so they make people inside their heads that will love them so they can feel the right amount of love.
I’ve never belonged anywhere I’m always just in between
me: sad because I’m not productive
me: not productive because I’m sad
Die meisten fangen mit den Worten “Unsere Generation” an, und dann haben sie den Mund schon voller Wörter, die nicht weniger auf “unsere Generation” zutreffen könnten. Seien es nun die stolzen Wörter von großredenden Idioten, die herablassenden Sätze von arroganten Klugscheißern, oder auch die traurigen Zeilen von enttäuschten Beschützern. Unsere Generation wurde in ein Zeitalter hineingeboren, in welchem wir sowohl als Verräter wie auch als Verratene dastehen.”Sieh die vergessenen Kids, eine betrogene Jugend-Interesse für nichts”, so sieht es Casper. Wir wachsen in einem Zeitalter auf, in dem es nichts gibt, was unsere Generation ausmachen würde. Keine Musikrichtung, kein Kleidungsstil, keine großen Schriftsteller oder Politiker, keine außergewöhnlichen Künstler oder Wissenschaftler. Die besten Sänger singen für sich alleine, die größten Poeten schreiben nur für ihr Seelenheil, die vielsagendsten Redner reden mit sich selbst- aus Angst vor der urteilenden Menge. Die Menge, die Kritik nur hinter vorgehaltenen Händen oder mit herablassenden Blicken äußert und die schlechtesten Merkmale eines Menschen benutzt, um ihn am besten zu beschreiben. Dichter und Künstler verarbeiten ihre Emotionen in ihren Werken heimlich und für sich. Die Kunst, Gefühle zu zeigen, ist schon lange zur verhöhnten Schwäche geworden. Das Zeigen von Gefühlen. Wie soll man seine Gefühle auch zeigen, wenn man sich kaum traut, sie zu fühlen? Gefühle sind kaum mehr von Bedeutung. Von Anfang an lernen wir, dass es wichtigeres als Gefühle gibt. Wie Schule. Ein 12-jähriges Mädchen, das Liebeskummer hat, wird zur Schule geschickt. Ein 10-jähriger Junge, der Angst vor seinen Klassenkameraden hat, wird zur Schule geschickt. Emotionen sind nicht so wichtig, man muss sie verdrängen. Aber ist das Gesund? Ein 14-jähriges Mädchen, das sich nicht schön findet, wird zur Schule geschickt. Sich schön finden. Es wird uns unmöglich gemacht, und schön zu finden. Jeder Makel wird kritisiert, jeder kleine Fehler wird lächerlich gemacht, jede einzelne Schwäche wird zur Schau gestellt, und niemand hat die Möglichkeit, die Kraft oder das Aussehen, in ein völlig irreales Bild der Schönheit zu passen. Niemand hat die Möglichkeit, sich selbst zu lieben, weil jedes Foto, jedes Magazin, jeder Film ein weiterer Hinweis ist, der sagt: “Du bist nicht schön.” “Werbung sagt ihr, dass sie hässlich ist, weil sie nicht wie die photogeshopten Skelette ist”-das rappt PrinzPi, und er hat Recht. Niemand ist schön genug und niemand ist genug.
Wir alle sitzen in der Schule und lernen die Dinge, die wir später nie wieder brauchen werden und bereiten uns auf die Zukunft vor, von denen uns alle sagen, wir hätten sie uns schon verbaut. Die Leuten sagen uns, wir sollen nicht rauchen und zünden sich ihre Zigarette an, währrend sie uns vor den Folgen des Rauchens warnen. Werbeplakate ermuntern uns zum Kauf von Kippen, “Rauchen ist tödlich.” Sie sagen uns, wir sollen nicht trinken, mit dem Weinglas in der Hand, und warnen uns vor tödlichen Unfällen unter Alkoholeinfluss. TV-Werbung erzählt uns, welches Bier wie Freiheit schmeckt, doch sollen wir unser Limit kennen. Welches Limit hat Freiheit? Wir sollen nicht darauf achten, was andere sagen, behaupten sie, während sie uns bitten, etwas anderes anzuziehen, “Was sollen die Leute denn denken?” “Tu, was du liebst!”, raten sie uns, doch sollen wir bloß den richtigen Beruf aussuchen, der unsere Zukunft absichert, denn “Arbeiten soll keinen Spaß, sondern Geld machen”. Alle laufen umher, die Augen müde, niemand lächelt einander an. Man glaubt kaum, dass wir etwas gemeinsam haben, wir alle, und doch ist es so, dass wir alle Nachts wachliegen, nicht wissen, wie wir schlafen sollen. Jeder hat sein Monster unter dem Bett, seine Dämonen im Kopf. Bei dem einen sind es die Versagensängste, bei der anderen der Stress, wieder andere sind traurig. Wir alle wissen nicht, wo wir hingehören oder wo wir hinsollen. Wir irren umher, ohne Plan, ohne Ziel. Niemand kann uns sagen, ob das, was wir tun richtig ist, also tun wir’s einfach. Wir bekommen überall Grenzen aufgestellt, aber keiner hält uns davon ab, sie zu überschreiten. Wir alle wollen wissen, wer wir sind und was unser Sinn ist, aber wie sollen wir das rausfinden, wenn die einzigen Wege, die wir gehen, die zur Schule und wieder nach Hause sind? Die Welt baut uns ein Haus und erwartet, dass wir größer wachsen, als das Dach hoch ist. Die Welt stellt so hohe Anforderungen, dass die meisten jungen Menschen mit 13 beim Psychologen sitzen und nicht mehr wissen, wie man sich eine Zukunft vorstellt. Wir haben keinen Weg, auf dem wir laufen könnten und wissen nicht, wie man ohne Wege läuft. Wir müssen uns ändern, müssen eigentlich alles ändern. Aber wie sollen wir uns ändern, wenn wir zwischen Schulaufgaben keine Zeit mehr dafür finden? Wie sollen wir etwas tun, wenn die, die etwas tun können, zu sehr Angst davor habe, was die anderen sagen? Wenn die, die etwas bewegen könnten, damit beschäftigt sind, zu ihren Knochigen Idolen aufzublicken, die mit ausdruckslosen Gesichtern von Werbeplakten aus zuschauen, wie junge Mädchen in Esstörungen geraten. Wie sollen wir etwas ändern, wenn die, die sprechen könnten, sich nicht mehr trauen zu sprechen, weil die, an die sie ihre Worte richten wollten, ihnen jeden Tag sagen, wie wertlos sie sind? Wie sollen wir etwas verändern, wenn alle sagen, dass alles gut sei, wie es ist, und niemand mehr Lust hat, die Dinge zu hinterfragen? Hinterfragen. Wir sollten alles hinterfragen. “Geh zur Schule, lerne etwas.” Wieso? “Höre auf deine Eltern.” Wieso? “Kümmere dich um deine Zukunft.” Wieso? “Benimm dich.” Wieso? “Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.” Wieso? Ist es nicht so viel wichtiger, rauszufinden, wer man ist? Ist es nicht so viel wichtiger rauszufinden, was man fühlt, wieso man es fühlt? Ist es nicht so viel wichtiger, zu lernen, sich zu lieben? Ist es nicht so viel wichtiger, sich selbst glücklich machen zu können? Wir sollten alle Grenzen überschriten, auf uns selbst hören, uns ausprobieren, an uns wachsen, uns kennenlernen, uns liebenlernen, uns verlieren und uns finden lernen. Wir sollten so viele Fehler wie möglich machen, von Fehlern lernen wir. Wir müssen Fehler mache , sie erkennen, sie begreifen, an ihnen wachsen und sie zu Erfahrungen machen. Und wofür lebt man, wenn nicht um Erfahrungen zu sammeln? Vielleicht ist es noch nicht zu spät für uns, und wir können uns selbst an erste Stelle zu stellen. Denn eine unglückliche und kaputte Generation kann nur eine traurige und zerbrochene Zukunft haben.